Auf Umwegen zum Traumjob

Erst arbeitete Doromé Schories als Streetworkerin. Jetzt macht sie das, was sie schon immer wollte: kochen. Die Story der Quereinsteigerin, die sich ihren Berufswunsch erfüllt hat.

Als sie 16 Jahre alt war, wolle Doromé Schories in den sozialen Bereich, Streetworkerin fand sie interessant. Einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Pflegebranche folgten Jobs in diversen Heimen. Sie fand Gefallen daran, nur mit der Schichtarbeit, dazu Feiertage und Wochenenden, konnte sie sich nicht anfreunden. Man versprach Doromé bessere Arbeitszeiten, als sie Mutter wurde – leider blieb es beim Versprechen. Dann kam der Tag, an dem ihre Tochter am Telefon sagte: “Ich gucke mir gerade ein Foto von dir an, weil ich gar nicht mehr weiß, wie du aussiehst.“

Durch eine Kollegin erfuhr sie 2018, dass im Eurest Betriebsrestaurant eines großen Kunden eine Küchenhilfe gesucht wurde. Sie bewarb sich, wurde allerdings erstmal befristet als Konferenzfahrerin eingestellt. Doch Doromé war trotzdem begeistert: „Es war superinteressant und die Arbeitszeiten waren bombastisch!“ Nebenbei half sie immer wieder in der Küche aus, bereitete unter anderem Desserts und Salate zu. Als in einem der Betriebsshops die Küchenhilfe erkrankte, übernahm Doromé. Mit Unterstützung und viel Learning by Doing.

Ihr Engagement wurde belohnt – Eurest stellte einen Foodtruck auf das Gelände und Doromé sollte diesen übernehmen. „Ich fuchste mich rein und bekam nur gutes Feedback, es war eine tolle Zeit!“

Doch der Tag, an dem ihr Vertrag auslief, rückte näher. Herzschlagfinale. Bedauern und Riesen-Blumenstrauß vom Kunden, Verabschiedung von Kolleginnen und Kollegen, dann der Anruf: Sie bekommt einen neuen unbefristeten Vertrag!

Zu ihrem gewohnten Job eignete sich die 36-Jährige stetig weitere Fähigkeiten an und half sogar zeitweise der Betriebsleitung aus. Als sie auf ihrer Abrechnung von der Compass Kochschule las, wollte sie ihre Leidenschaft endlich umsetzen. Nach 16 Monaten Ausbildung schloss Doromé diese im Jahr 2023 erfolgreich als Köchin ab. Seitdem arbeitet sie im Betriebsrestaurant „ihres“ Großkunden und ist zusätzlich die Vertretung der Betriebsleitung.

Setzt sie die Weiterbildung zur Betriebsleiterin noch drauf? „Auf jeden Fall! Jetzt genieße ich aber erstmal das Kochen, außerdem bringt mir mein Chef schon viel bei.“

Mittlerweile fungiert sie als „Botschafterin“: „Ich habe tatsächlich gerade eine Freundin geworben!“, erzählt sie, „und mit den ganzen Vorzügen hab‘ ich sie auch gekriegt!“ Die da wären? „Geregelte Arbeitszeiten, pünktliche Gehaltszahlung, Arbeitszeitkonto, Wunscharbeitstage“. Man werde bei seinen Zielen unterstützt und Weiterbildung wird großgeschrieben. „Aber das Beste ist unser Betriebsklima, die Kollegen sind mega. Wir helfen einander – egal, ob Küchenhilfe oder Küchenleitung.“

Doromé hat ihren Wechsel nie bereut, sie genießt das Kochen und
die Anerkennung ihres Arbeitgebers. Ihre Meinung wird geschätzt und sie steht hinter dem, was sie tut: „Ich gebe nichts raus, was mir selbst nicht schmeckt, man verkauft schließlich auch seine Firma!“ Und das kommt an: „Es ist schön, wenn die Leute sagen: ‚Danke, es war total lecker‘.“


„Du bist willkommen! 
Wir freuen uns über jede Bewerbung bei uns!“

Annika Philipp, Leiterin Recruiting Compass Group Deutschland